Innovation bei der Schachtsanierung

25.01.2017
Kategorie: Unternehmensnews (DE)

Neuartige KS-ASS Anlage lässt keine Wünsche mehr offen!


Nach intensiven planerischen Vorgesprächen beauftragte die Firma Swietelsky-Faber im 2. Quartal 2016 die Hermes Technologie mit Konzeptionierung und Bau einer neuartigen und modifizierten KS-ASS Anlage. Die besondere Herausforderung dabei war, dass der Swietelsky-Faber das Chassis lieferte und Hermes Technologie Karosserie/ Kofferaufbau für diese völlig neue, moderne Kanal-und Schachtbeschichtungsanlage verantwortet.

Stefan Hilgendorf, Beauftragter der Hermes Technologie, Schwerte, für dieses wichtige Konzept fasst zusammen:“ In die Anlage sollten also diverse technische  Geräte integriert sein, die für eine komplette, multifunktionale Sanierung von abwassertechnischen Anlagen von der Untergrundvorbehandlung bis zur Beschichtung, erforderlich sind. Zusätzlich wurde die Möglichkeit integriert  in dem  neuen Fahrzeug auch GFK-Laminate zu verarbeiten, um z.B.Liner-Einbindungen herstellen zu können.

Nach  Vorstellung der ausführlichen Planung führte die Firma Swietelsky-Faber eine technische und wirtschaftliche Prüfung des umfassenden Vorschlages durch. Nach Berücksichtigung aller Umstände wurde Hermes Technologie mit der Ausführung dieses Vorhabens beauftragt. Ausschlaggebend dabei war nach Aussage des Auftraggebers der hohe Qualitätsstandard, modernste Technologie, sowie die lange, seit  über 15 Jahren  anerkannte Erfahrung der Hermes Technologie in der Erstellung von KS-ASS Anlagen.

Dieser bisher größte Auftrag in diesem Marktsegment  in der Geschichte der Hermes Technologie bildete  eine entsprechend herausragende Herausforderung an alle Techniker und Ingenieure der Hermes Technologie.

Anfang Oktober 2016 lieferte Swietelsky-Faber das Fahrgestell,  die Arbeiten mit dem Kofferaufbau begannen. Der geplante Aufbau hat eine Größe von 2,50 m x 7,50 m und ist 2,15 m hoch.  Der Ausbau begann mit dem Einbau eines Motorraums, eines Sozialraums und eines Arbeitsraums. Es wurde die Platzierung für die bewährte Misch- und Pumptechnik und eine von HERMES neu entwickelte Hochdruckpumpe, die bis zu 400 bar bei 24 Liter pro Minute für die Kanal- und Schachtreinigung leistet, festgelegt. Ein Kompressor für das Nassspritzverfahren und eine Werkbank für die Herstellung  von Handlaminaten wurde ebenfalls vertragsgemäß in das Fahrzeug integriert. Eine über die gesamte Fahrzeugbreite nach oben zu öffnende Heckklappe soll die Mitarbeiter später bei der Verrichtung ihrer Arbeit im Schachtbereich gegen Regenschauer schützen. Ein angebauter Kran mit einer Arbeitsreichweite von 2,50 m ermöglicht eine flexible Arbeit unter der Heckklappe des Fahrzeugs. Eine elektronisch gesteuerte Winde fährt die TSSR bei der Schachtreinigung automatisch auf und ab, genauso wie für die Beschichtungsarbeiten der Schleudermotor mit der elektrischen Winde im Schachtbereich automatisch und gesteuert auf und ab gefahren wird.

Über die zentrale Steuerung mit Touchscreen, erfolgt auch der Fernstart  des Stromerzeugers, der die gesamte Anlage mit der benötigten elektrischen Energie versorgt und die Kontrolle des Füllstands des integrierten Wassertanks.

Im Fahrzeug befindet sich selbstverständlich ausreichend Stauraum für min. eine Palette ERGELIT-Trockenmörtel, z.B. KS1 für die Schacht- und Kanalbeschichtung, die sicher in dem Fahrzeug verzurrt werden kann.

Die Schachtbeschichtungseinrichtung, also das Kernstück des neuen Fahrzeugs, ist nach dem höchsten Stand der digitalen Technik mit Smartwire Technologie ausgerüstet. Über den Touchscreen werden sämtliche Arbeitsabläufe gesteuert und protokolliert. Damit wird Swietelsky-Faber zukünftig in der Lage sein, seinen Auftraggebern die entsprechenden digitalen Protokolle direkt aus dem System auf den Schreibtisch zu liefern. Somit kann der Bauherr mit aussagekräftigen qualitätsrelevanten Daten der Beschichtungsarbeiten unmittelbar nach der Ausführung versorgt werden. Von jedem Bauwerk  kann sowohl  der Reinigungs-, als auch der Beschichtungsvorgang  protokolliert werden. Der Mischer dieser Gerätekombination wird  während des Beschichtungsprozesses durch eine Füllstandsanzeige in der Pumpe digital gesteuert. Damit ist immer ausreichend Frischmörtel in der Pumpe vorhanden, der dann automatisch über Schläuche zum Schleudergerät gepumpt wird.

Der gesamte Beschichtungsvorgang verläuft auch hier, wie inzwischen in allen KS-ASS Anlagen der Hermes Technologie, voll automatisch. Sämtliche Arbeitsschritte werden über den Touchscreen automatisch gesteuert und protokolliert. Dort kann der Bediener der Anlage, der den Mischer mit Mörtel  versorgt, ablesen wie viel Trockenmörtel noch benötigt wird und wie lange der Beschichtungsablauf dauert.

Der Fahrzeugaufbau beinhaltet auch einen 800 Liter fassenden Wassertank, in dem das benötigte Wasser in Trinkwasserqualität für die Reinigung, aber auch für die Mörtelherstellung vorgehalten wird. Da die Wassertemperatur besonders im Sommer kontrolliert werden sollte, damit durch zu schnelles Abbinden des Mörtels keine zusätzlichen Arbeitsunterbrechungen entstehen,  wird die Wassertemperatur für den Mischer kontrolliert und dem Bediener  angezeigt. Neben der Aufzeichnung der Wassertemperatur wird ebenfalls die Temperatur des Motorraums überwacht.

Mit der Anlage können  gem. DWA M 143-17 Schächte und Kanäle ausgeschleudert, im Nassspritzverfahren beschichtet  oder im Verdrängungsverfahren  schadhafte Sohlen renoviert werden. Zudem ist zur Abdichtung oder Verbesserung der Altrohr-Bodenzonen eine Injektion gem. DWA M 143-8  möglich. Dies ergibt eine deutliche Erhöhung der Tragfähigkeit.

Bei der technischen Abnahme der Anlage lobte Dipl.-Ing Bernd Schäfer, Leiter der Swietelsky-Faber insbesondere die ergonomische Einrichtung und war angetan von der hervorragenden Ausleuchtung durch modernste LED-Technik.

Dipl.-Ing. Jörg Brunecker, Geschäftsführer der Swietelsky-Faber GmbH war von der optimal durchdachten Funktionsweise der Gesamtanlage, aber auch von dem eingebauten Sozialraum und dessen Ausstattung begeistert. Inklusive Klimaanlage fehlt es  in diesem Sozialraum an nichts, was auf der Baustelle erforderlich ist.

Stefan Hilgendorf, Hermes Technologie, der den Aufbau dieser neuen, innovativen Anlage zur Beschichtung von Kanälen und Schächten von Beginn an verantwortete hat selbstverständlich die obligatorische Schulung für das Personal des Auftraggebers auf einer Baustelle durchführt, und konnte sich so vor Ort von der Zufriedenheit der Praktiker überzeugen.

Alle Beteiligten waren sich darüber einig, dass diese moderne Anlage als ein weiterer Baustein zur Qualitätssicherung von Beschichtungsarbeiten  der Firma Swietelsky-Faber beiträgt.